Prof. Dr. Martin Dinges: Corona ist nicht die Pest!

Für die Seiten der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat unser Netzwerkmitglied Martin Dinges aktuell einen erhellenden Artikel geschrieben:

Corona ist wirklich nicht die Pest!

Darin beschreibt er anschaulich, wie unser Umgang mit Epidemien von der kulturellen Erinnerung an die Pest geprägt ist, wo es gewisse Parallelen gibt – und wo auch nicht. Er beschreibt die Herausforderung, trotz unsicheren Wissens zu handeln, wenn es ernst wird, und wie historisch und gegenwärtig mit Angst und Unsicherheit umzugehen versucht wurde und wird. Nicht zuletzt weist er darauf hin, dass die existenziellen Auswirkungen von Epidemien unter prekären Lebensbedingungen und in weniger privilegierten Ländern immer viel größer sind.

Alles in allem ein sehr lesens- und bedenkenswerter Artikel, der auch etwas Ruhe, Nachdenklichkeit und Gelassenheit in die teils hitzige Corona-Debatte bringt.

Neuauflage „ajs-Kompaktwissen: Jungen und Sexualität“

Das achtseitige Faltblatt „ajs-Kompaktwissen: Jungen und Sexualität“ wurde komplett neu geschrieben und liefert aktuelle und wichtige Grundlagen zur Thematik. Es nimmt die sexuelle Gesundheit von Jungen in den Blick und geht auf deren psychosexuelle Entwicklung bis zur Pubertät ein. Vertiefend werden die Bereiche Medien und Sexualität, sexualisierte Gewalt gegen Jungen und sexuell grenzverletzendes Verhalten von Jungen aufgegriffen. Die Broschüre schließt mit Empfehlungen für die Praxis. Autor des ajs-Kompaktwissens ist Gunter Neubauer vom SOWIT in Tübingen.

Die Printversion ist bei der Aktion Jugendschutz Baden-Württemberg zu bestellen.

Eine Langfassung des Textes ist auf der SOWIT-Homepage zum Download eingestellt.

Basisqualifizierung: Jungen- und Männergesundheit verstehen, ansprechen und voranbringen | 28.02.2020

“It’s a Man’s World” ist der Titel eines alten Songs von James Brown, der schon in den 1960er Jahren Lebenswelten und Identitäten von Jungen und Männern genial interpretierte. Vielleicht sollte er zum Pflichthörprogramm für all diejenigen gemacht werden, die Präventions- und Gesundheitsförderungskonzepte für Jungen und Männer entwickeln, damit sie sich in die Konstruktionen von Männlichkeit(en) „eingrooven“ können. Der ermüdende Diskurs, der Jungen und Männer als schwer erreichbare Zielgruppen für Gesundheitsangebote aller Art stigmatisiert, blendet deren Selbstwahrnehmungen bisher nämlich völlig aus. Gleiches gilt auch für Präventionsangebote, die etwa hinsichtlich der Themenauswahl, der Art und dem Kontext der Bewerbung allzu oft nach einem Standard konzipiert werden, der Genderaspekte außen vor lässt. Die mangelnde Nutzung dieser Angebote durch Männer ist auch auf die geschlechterinsensible Ausgestaltung zurückzuführen, wobei Inanspruchnahme und Ausgestaltung selten in Bezug zu einander gesetzt werden. Die Überschätzung von (Informations-) Materialien ist dabei möglicherweise der größte und unterm Strich auch teuerste Irrweg in dem Versuch, Männer zu erreichen. Deshalb ist die Frage: Wie kann man oder frau in unterschiedlichen Arbeitsbereichen Gesundheit von Jungen und Männern zum Thema machen und ihre gesundheitlichen Ressourcen stärken? Teilnehmen können an der Basisqualifizierung Professionelle aus dem Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsbereich.

Hannover, 28. Februar 2020, 10.00 – 16.00 Uhr

Teilnahme und Programm: Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldeschluss ist der 21. Februar 2020. Zum Programm und zur Online-Anmeldung

Referent: Thomas Altgeld, Geschäftsführer der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V., Vorstand des Bundesforums Männer

Veranstaltungsort: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. | Prinzenstraße 1 | 30159 Hannover

HelpMen-Curriculum und -Broschüre erschienen

Unter dem Titel „HelpMen. Ein Ziel. Ein Weg. Ein Curriculum.“ sind die Ergebnisse des Erasmus+ Projekts HelpMen –  „Health Literacy Progress for Men in Europe“ / „Gesundheit als Thema der Grundbildung für Männer in Europa weiterentwickeln“ als gedrucktes Buch und PDF-Download erschienen.

Das HelpMen-Curriculum zur Männergesundheitsbildung unterstützt Fachkräfte darin, sich Männern und ihrer Gesundheit zuzuwenden. Männergesundheitsbildung braucht eine zielgruppenspezifische und -differenzierte Ausrichtung, um Männer in ihren Lebenszusammenhängen anzusprechen. Sie wendet sich besonders Jungen und Männern zu, die benachteiligt sind, die einen Grundbildungsbedarf haben und deren Lebenspraxis nicht (schon) gesundheitsförderlich geprägt ist oder dem Gesundheits-Mainstream entspricht.

Das HelpMen-Curriculum kann hier heruntergeladen werden. 

Eine Zusammenfassung der Projektergebnisse erschien als viersprachige (D, E, F, I) Broschüre „Männergesundheit bilden.“ Sie fasst Handlungsempfehlungen und Orientierungen für die gesundheitliche Grundbildung von Jungen und Männern zusammen und kann als programmatische Diskussionsgrundlage dienen.

Die Broschüre steht hier als PDF-Download bereit.

Neues Fachheft der BZgA: Gendergerechte Gesundheitsförderung für UMF

Als Band 23 der Reihe „Gesundheitsförderung Konkret“ dokumentiert das Fachheft „Jungen auf der Flucht. Gendergerechte Gesundheitsförderung für unbegleitete minderjährige männliche Geflüchtete“ einen Fachtag, der am 11. Oktober 2018 von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Köln unter Beteiligung von Netzwerkmitgliedern durchgeführt wurde.

Aus dem Inhalt:

Rainer Neutzling: In der Pubertät, allein und auf der Flucht – Jungenspezifische Erfahrungen. Ergebnisse einer Literaturrecherche und Expertenbefragung

Klaus Gerhards: (Gendergerechte) Psychologische Erstbegutachtung von unbegleiteten männlichen Flüchtlingen

Norbert Wittmann: Drogen- und Suchtprävention bei unbegleiteten männlichen Flüchtlingen

Veronika Müller-Bamouh: Trauma und Traumafolgen bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen – Vorstellung einer traumafokussierten Behandlungsmöglichkeit

Klaus Gerhards: Therapie von Trauma-Folgestörungen – Eine Übersicht

David Zimmermann und Stefan Schröder: Flucht als sequentielle Traumatisierung – Jungenspezifische Risikofaktoren, die Bedeutung pädagogischer Begleitung und Möglichkeiten der fachlichen Weiterbildung

Gunter Neubauer: Gesundheitsförderung mit geflüchteten Jungen im Jugendhilfekontext

 

Das UMF-Fachheft der BZgA steht hier zum Download, die Druckversion kann kostenfrei bestellt werden.

Netzwerktreffen 15.-17.11.2019 – aktualisiertes Programm

Liebe Netzwerker und Netzwerkerinnen,

wie bei fast jeder Tagung gibt es auch bei unserem Treffen diese Woche ein paar Veränderungen im Ablauf – zur Vorbereitung deshalb eine aktualisierte Version des Programms.

Netzwerktreffen Nürnberg 15.-17.11.19 Programm aktuell

Eine Herausforderung, aber dennoch sehr erfreulich ist die nochmals höhere Resonanz – aktuell rechnen wir mit etwas über 40 Teilnehmenden für die drei Tage.

Allen, die am Netzwerktreffen teilnehmen eine gute Anreise!

Matthias Becker und Gunter Neubauer

Tag der ungleiche Lebenserwartung 10.12.2019 – Relaunch der Homepage

Die Homepage zur diesjährigen Kampagne zum Tag der ungleichen Lebenserwartung vom 19. November (Internationaler Männertag) bis zum 10. Dezember 2019 (Tag der ungleichen Lebenserwartung) wurde aktuell überarbeitet und steht seit kurzem online.

Dort finden sich Informationen in diesen Bereichen:

  • Männerfakten
  • Kenne dein Risiko
  • Bewegung
  • Burnout
  • Lebensqualität
  • Partnerschaft
  • Psychische Gesundheit bei Jungen
  • Ernährung

Außerdem:

  • eine Veranstaltungsübersicht
  • eine Pressemitteilung und weitere Hintergrundinformationen
  • Plakate zum Download
  • Videos zum Thema

www.tag-der-ungleichen-lebenserwartung.de

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5. Männergesundheitskonferenz der BZgA: Berlin 21.1.2019

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) veranstalten am 21. Januar 2020 in Berlin die 5. gemeinsame Männergesundheitskonferenz „Gesundheit und Wohlbefinden von Männern im digitalen Zeitalter – Ist die Zukunft männersensibler Prävention digital?“.

Themen:

  • stärkere Sensibilisierung von Männern für Gesundheit
  • Herausforderungen des digitalen Wandels im Zusammenhang mit der Gesundheitsförderung von Männern
  • Vermittlung von Gesundheitsinformationen durch „neue Medien“
  • neue Handlungsoptionen für Männer zur aktiven Gestaltung der eigenen Gesundheit
  • aktuelle nationale und internationale gesundheitspolitische Entwicklungen und Strategien
  • Chancen und Risiken von digitalen Gesundheitsangeboten
  • Beispiele Guter Praxis wie Gesundheits-Websites, Gesundheits-Apps sowie Beratung per Mail oder Chat

Download Programmflyer

Anmeldung online bis zum 10. Januar 2020

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Symposium „Männlichkeit, Erwerbstätigkeit und Depression“ Günzburg 17.1.2019

Das interdisziplinäre Symposium „Männlichkeit, Erwerbstätigkeit und Depression. Theorie- und Praxiskonzepte“ beleuchtet soziokulturelle Erwartungen an Männer, beschäftigt sich mit den Konsequenzen für die psychische Gesundheit und stellt Möglichkeiten einer verbesserten Diagnostik der männlichen Depression vor.

Ein besonderer Blick erfolgt auf die Herausforderungen in der Praxis und die Möglichkeiten einer Behandlung, die sich an den spezifischen Bedarfen von Männern orientiert.

Veranstalter:

Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik für die Universität Ulm am BKH Günzburg, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II der Universität Ulm (Prof. Thomas Becker)

Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm
(Prof. Harald Gündel)

Veranstaltungszeiten:

Freitag, 17. Januar 2020, 9.00 – 17.00 Uhr

Programm:

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  • Schwerpunkt vormittags: Theorie- und Forschungsansätze
  • Schwerpunkt nachmittags: Praxisansätze

Veranstaltungsort:

Bezirksklinikum Günzburg,  Festsaal (Gebäude 61b),  Ludwig-Heilmeyer-Str. 2, 89312 Günzburg

Kosten und Anmeldung:

Die Veranstaltung ist kostenfrei nach verbindlicher Anmeldung unter mende@uni-ulm.de und richtet sich an alle Berufsgruppen und Interessierte. Anmeldeschluss ist der 15.12.2019.

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