Online-Abendsymposium „Suizidalität bei Männern“ am 10.09.21 18:00 – 20:00

Der Forschungsverbund MEN-ACCESS: Suizidprävention für Männer lädt zum Online-Abendsymposium ein.

Thema: Suizidalität bei Männern

10. September 2021, 18.00 – 20.00 Uhr

Anmeldung: men-access@medizin.uni-leipzig.de

Die Stiftung Männergesundheit ist Kooperationspartner des Projekts.

Tagung „Gesundheitsinformation für Männer und Väter im Internet“ – Bozen 14.09.21

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir laden Sie zu einem Austausch im Rahmen unserer Tagung des ERASMUS+ Projekts „Gesundheitsinformation für Männer und Väter im Internet – Wie fördern wir Männergesundheit mit digitalen Medienangeboten?“

Die Projektpartner:

• DMÖ – Dachverband Männerarbeit Österreich (AT)
• SOWIT – Sozialwissenschaftliches Institut Tübingen (DE)
• Apa Akadémia – Szentendre, Pest (HU)
• Väter aktiv – Meran_o (IT)

Männer stellen ihre gesundheitliche Selbstsorge viel weniger in den Fokus als Frauen, sie leben risikoreicher, sie ernähren sich ungesünder und sie sind einem höheren Suizidrisiko ausgesetzt. Sie helfen sich bei auftretenden Problemen zuerst einmal selbst und holen sich die Gesundheitsinformationen im Internet. Männer wollen / müssen fit sein, sich optimieren um im Job zu bestehen und im Freundeskreis anerkannt zu werden. Daher wollen wir uns nicht nur mit den Akteuren aus dem öffentlichen Gesundheitswesen und der Männer-, Väter- und Burschenarbeit, sondern auch mit jenen aus der Wirtschaft, dem Sport und Fitness sowie EDV Bereich austauschen.

Gentili signore e signori,

Vi invitiamo ad un confronto in occasione della riunione del progetto ERASMUS+ „L’informazione sulla salute per uomini e padri su internet – Come promuovere la salute degli uomini attraverso le offerte dei media digitali?“

I partner del progetto:

• DMÖ – Dachverband Männerarbeit Österreich (AT)
• SOWIT – Sozialwissenschaftliches Institut Tübingen (DE)
• Apa Akadémia – Szentendre, Pest (HU)
• Väter aktiv – Meran_o (IT)

Gli uomini si dedicano molto meno delle donne alla cura della propria salute, vivono una vita più rischiosa, mangiano in modo meno sano e sono maggiormente esposti al rischio di suicidio. Cercano di risolvere i problemi in autonomia quando insorgono, e reperiscono su internet le informazioni riguardo alla salute. D’altra parte gli uomini desiderano/hanno bisogno di essere in forma, di ottimizzarsi per avere successo sul lavoro e per ottenere riconoscinento da parte dei loro amici. Per questi motivi vogliamo avviare uno scambio di idee non solo con personalità della salute pubblica e di lavori svolti da uomini, ma anche con attori del business, dello sport e del fitness, così come dell’EDP.

Freundliche Grüße / Cordiali saluti – Für das Projektteam / Per il team di progetto

Michael Bockhorni
Amministratore delegato / Geschäftsführer

väter aktiv SozGen ONLUS coopsoc
Rennstallweg 7 via scuderia
39012 Meran_o
389 19 300 32
info@vaeter-aktiv.it
www.vaeter-aktiv.it
www.facebook.com/VaeterAktiv

Weitere Informationen und Tagungsprogrammm / Informazioni e programma della conferenza

Vortrag „Männer trauern anders“ zum Welttag der Suizidprävention 10.09.21

Online-Vortrag und Gespräch am Freitag, 10. September 2021, 15.00 – 17.00 Uhr

Mannsein und Männlichkeit zeigen sich auch in der Trauer, im Umgang mit Verlusten und bei ihrer Bewältigung. Dennoch ist die Trauer der Männer ein Themengebiet, das kaum besprochen und bearbeitet wird. Wenn Männer trauern wirken im Hintergrund männliche Biografien, Lebenserfahrungen und Lebenskonzepte, aber auch spezifisch männliche Ängste und Wünsche. Dies zu erschließen ist wichtig, um Männern in der Trauersituation angemessen begegnen und sie gut begleiten zu können. Dabei geht es auch um eine Auseinandersetzung mit sozialer Isolation, Depression und oft auch mit drohender Suizidgefahr.

Vortrag: Dr. Martin Kreuels, Münster – Biologe, Trauerexperte, Postmortemfotograf, Leiter von Selbsthilfegruppen für Männer in Trauerphasen und Krisen, Buchautor („Männer trauern anders“, „Männer im Abschied“, „Männer in Todesnähe“)

Moderation: Gunter Neubauer, SOWIT Tübingen, Kompetenzzentrum Jungen- und Männergesundheit Baden-Württemberg (KOMM-BW)                                                                                                                                        

Das Projekt „Männerbezogene Suizidprävention“ wird unterstützt durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.

Die Veranstaltung wird ausgerichtet in Zusammenarbeit von

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Fachbereich Gesellschafts- und Sozialpolitik

Landeshauptstadt Stuttgart, Abteilung für Chancengleichheit und Diversity mit dem Themenschwerpunkt gleichstellungsorientierte Männerpolitik

Kompetenzzentrum Jungen- und Männergesundheit Baden-Württemberg (KOMM-BW)

Die Online-Veranstaltung ist kostenfrei. Wir bitten um Ihre Anmeldung unter koenig@akademie-rs.de bis Donnerstag, 9. September 2021. Sie erhalten am Freitag, den 10. September 2021 am Vormittag den Zugangslink für das Zoom-Meeting zugesandt.

Sexuelle Gesundheit: Junge Männer im Alter von 18 bis 25 Jahren für Fragebogen-Studie gesucht

SOWIT, das Sozialwissenschaftliche Institut Tübingen (www.sowit.de) und das Institut für Gesundheitsförderung und Sozialforschung X-IGS (www.x-igs.de) führen gerade eine zweistufige Studie im Themenbereich der sexuellen Gesundheit zu Sexualität, Männlichkeit und Pornografie durch. Zielgruppe sind junge Männer im Alter von 18 bis 25 Jahren. Im ersten Abschnitt wurden über 30 junge Männer und 15 junge Frauen persönlich interviewt. In der zweiten Stufe folgt nun eine Online-Befragung zu einer Auswahl der als relevant identifizierten Themen.

Für diese Fragebogen-Studie suchen wir junge Männer im Alter von 18 bis 25 Jahren. Das Ausfüllen des Online-Fragebogens dauert nur ca. zehn Minuten. Selbstverständlich ist die Datenerhebung absolut anonym.

Hintergrund der Studie ist, dass sich die Bedingungen für Sexualität vor allem durch das Internet und Diskussionen über Männlichkeit verändert haben. Ziel ist es herauszufinden, wie sich die neuen Bedingungen auf die Sexualität auswirken und wie junge Männer damit umgehen. Die Ergebnisse der Studie sollen dazu beitragen, über Sexualität neu und fundiert ins Gespräch zu kommen. Außerdem wollen wir Eltern dabei unterstützen, ihre Kinder in sexuellen Fragen gut zu begleiten.

Wir bitten um Mithilfe und freuen uns über – direkte oder indirekte – Hinweise auf die Studie, Weiterleitung und Verbreitung des Links zur Online-Befragung und jede Unterstützung, die junge Männer zum Mitmachen animiert.

Der Link zur Studie: https://www.soscisurvey.de/Jungs_und_Sex

Alle Fragen beantwortet gerne der Leiter der Studie, Dr. Reinhard Winter (reinhard.winter[ät]sowit.de)

Fachtag Jungengesundheit in Marburg am 07.07.21

Herzliche Einladung zum

1. Fachtag zum Thema Jungengesundheit
am 7. Juli 2021, 10 – 17 Uhr
im Erwin-Piscator-Haus in Marburg

Unter dem Motto „Jungen – gesund und fit fürs Leben“ wollen wir in Marburg neue Impulse setzen und gemeinsam eine nachhaltige Strategie entwickeln. Mit namhaften Referenten aus der Jungenarbeit und Medizin sowie vertiefenden Workshops wird an diesem Tag die Jungengesundheit aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und diskutiert.

Anmeldung bis zum 23. Juni 2021 online. Nähere Informationen zur Tagung und zum Anmeldeverfahren entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Die Teilnahme in Präsenz ist begrenzt. Eine digitale Teilnahme ist am Vormittag zu den Hauptvorträgen möglich. Die Teilnahmebedingungen richten sich nach den aktuellen Corona-Regelungen des Landes Hessen.

Eine Kooperationsveranstaltung von
Gesunde Stadt Marburg l Fachstelle für gendersensible Jungenarbeit l Gleichberechtigungsreferat der Universitätsstadt Marburg

Black Box „Mann“?! Männergerechtes BGM auf dem Prüfstand: 27.05.21, 17:30 – online

Veranstaltungsdatum: 27. Mai 2021, 17.30 – 18.45 Uhr

Veranstaltungsort: Zoom

Teilnahmegebühr: kostenfrei

Info und Anmeldung: mann-was-geht.de/bgm-fuer-maenner-im-dialog/

Gesundheitskommunikation für Männer – anders, ansprechend, wirksam
Dr. Oliver Schumann, Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement

Bad Practice im Dialog: Flops in der betrieblichen Praxis (Mapping von Erfahrungen)
Teilnehmende

Gendersensibles BGF – Kriterien aus der Literatur und Beispiele aus der Praxis
Sylvia Gaiswinkler, Gesundheit Österreich GmbH

Liebe Interessierte,

nach dem erfolgreichen Auftakt unserer BGM-Rubrik „Gesunde Arbeit“ im Projekt „Mann, was geht?!“, bieten wir nun eine Nachfolgeveranstaltung unter der Überschrift „Black Box ‚Mann‘?! Männergerechtes Betriebliches Gesundheitsmanagement auf dem Prüfstand“ an.

Was kommt in dieser Veranstaltung auf Sie zu?

Immer mehr Betriebe beschäftigen sich mit der Frage, wie sie ihre Männer im Betrieb für gesundheitsbezogene Angebote sensibilisieren können. Beispiele guter Praxis liegen dabei erst sporadisch vor. Männergerechte Zugänge und Gesundheitskommunikation, die für bestimmte Branchen und Unternehmenskontexte von hoher Relevanz sein können, sind mit wiederum anderen Branchenspezifika nur wenig kompatibel. Vieles spricht deshalb gegen das klassische Gießkannenprinzip.

In einem digitalen Workshop möchten wir uns der vermeintlichen Black Box „Mann“ mit einem Perspektivwechsel nähern und praxisnah erörtern, welche gesundheitskommunikativen „Gos“ und „No-Gos“ aus der betrieblichen Praxis berichtet werden. Darauf aufbauend wird eine Handlungshilfe zur regelgeleiteten Berücksichtigung der Querschnitts-Dimension Geschlecht im Betrieblichen Gesundheitsmanagement diskutiert.

Neben fachlichem Input stehen vor allem der gemeinsame Erfahrungsaustausch im Vordergrund. Leiten Sie diesen Veranstaltungshinweis gerne an interessierte Health Professionals weiter.

Ihr Mann, was geht?!-Team

Fenskeweg 2 | 30165 Hannover
Telefon: 0511 / 388 11 89 – 0
E-Mail: info@gesundheit-nds.de
Internet: www.gesundheit-nds.de
Twitter: @LVGundAFS

Workshop „Männergesundheit kommunal“ Fr 25.06.21 15:00 – 18:00

Termin: Freitag 25. Juni 2021, 14.30 / 15.00 – 18.00 Uhr

Ort: Rathaus Stuttgart (mittlerer Sitzungssaal) / online (hybrid) via WebEx

Veranstalter: Stadt Stuttgart, Abteilung für Chancengleichheit und Diversity in Kooperation mit dem Netzwerk Jungen- und Männergesundheit und dem komm b-w (Kompetenzzentrum Jungen- und Männergesundheit Baden-Württemberg)

Moderation: Olcay Miyanyedi, LH Stuttgart und Gunter Neubauer, Netzwerk Jungen- und Männergesundheit und komm b-w

Der Impuls zu einem Treffen „männergesunder“ Kommunen ist ein Anliegen, das beim Netzwerktreffen 2019 in Nürnberg formuliert wurde. Ein Erfahrungsaustausch zur Jungen- und Männergesundheitsförderung im kommunalen Raum soll Möglichkeiten zur Sensibilisierung und Aktivierung von Kommunen für das Thema untersuchen und eine entsprechende Vernetzung fördern. Eingeladen sind Mitarbeitende in Kommunen und nichtkommunalen Organisationen, Aktive im Bereich Männerarbeit und Männergesundheit, Interessierte und Akteure der Zivilgesellschaft.

Programm

14:30 Ankommen im realen und im Online-Raum

15:00 Begrüßung, Who-all-is-here und Eröffnung durch die Gastgeber

Dr. Ursula Matschke, Leiterin Abteilung für Chancengleichheit und Diversity

Heinz-Peter Ohm, Leiter Abteilung Gesundheitsförderung und Planung, Stuttgart

15:30 Impulsvortrag: Gesundheitsförderliche Stadt- und Gemeindeentwicklung

Rabea Boos, Landesgesundheitsamt und Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit in B-W

16:00 Pause

16:15 Strukturierter „Rundgang“ durch die repräsentierten Kommunen

aktuelle Situation in den Kommunen: Themen, Zugänge, Arbeitsfelder, Strategien

17:00 Moderierte offene Gesprächsrunde „Männergesundheit kommunal“

Was wollen wir fördern und stärken? Wie kommen wir weiter?

17:45 Schlussrunde, Ergebnisse, Vereinbarungen

18:00 Ende der Veranstaltung

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldung bitte bis 11. Juni 2021 bei Olcay Miyanyedi, weitere Informationen folgen nach Eingang der Anmeldung.

„Das Geschäft mit der Vorhaut“ – Live-Diskussion am 07.05.21, 10:00-11:30


7. MAI 2021 – Weltweiter Tag der Genitalen Selbstbestimmung – 9 JAHRE „KÖLNER URTEIL”

An diesem Tag jährt sich die Verkündung des KÖLNER URTEILS zum neunten Mal. Dieses hatte 2012 auch Jungen das Recht auf genitale Selbstbestimmung zugesprochen, indem es eine medizinisch nicht indizierte Vorhautentfernung („Beschneidung“) eines Jungen als eine strafbare Körperverletzung bewertete. Inzwischen ist der 7. Mai längst weltweit zu einem Symbol für die Selbstbestimmungsrechte des Kindes unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion und Tradition geworden.

Live Online-Events rund um die Uhr, Beginn: 9.30 Uhr

Plattformen: YouTubeFacebook

10.00 – 11.30 Uhr: „Das Geschäft mit der Vorhaut“

Live-Diskussion mit Dr. Bernhard Stier, Dr. Wolfgang Bühmann, Prof. Dr. Matthias Franz, Volker Handke & Gunter Neubauer (Mod. Victor Schiering)

In weiten Teilen der Gesellschaft fast unbemerkt, haben sich in den letzten Jahren Verwendungen von intakten Vorhäuten etabliert, die durch Beschneidungen (Zirkumzisionen) bei männlichen Neugeborenen, Säuglingen und Kleinkindern „gewonnen“ werden. Allerdings gibt es für die operative Entnahme intakter Vorhaut, wie sie für die Verwendung beim „Tissue Engineering“ und in der „Beauty Industrie“ erforderlich ist, keine rechtfertigende Indikation. In der Gesprächsrunde werden Hintergründe, Forderungen und Konsequenzen diskutiert.

Homepage WWDOGA

Programm und Sendeplan WWDOGA 2021

Auf zu einer Männergesundheitsstrategie! Das Beispiel der Förderung psychischer Gesundheit

Bericht vom Auftakt-Workshop am 13. April 2021

Viele gute Ansätze zur Förderung der Gesundheit von Männern haben sich in den letzten Jahren etabliert. Im Gesundheitssystem setzt sich – in moderatem Tempo, aber doch zunehmend – die Erkenntnis durch, dass sich Frauen und Männer nicht nur biologisch unterscheiden, sondern auch in ihrem Gesundheits- und Risikoverständnis, ihrer Körper- und Rollenwahrnehmung und ihrem Nutzungsverhalten von Angeboten der Gesundheitsförderung und Prävention sowie der Gesundheitsversorgung.

Mittlerweile gibt es diverse Strategien, um Männer wirksamer für Gesundheitsthemen zu sensibilisieren, zu mehr Gesundheitsfürsorge zu motivieren und im Krankheitsfall effektiver zu versorgen. Die Angebote sind jedoch in der Regel „Insellösungen“ – man findet Projekte, Kampagnen und Aktionen von begrenzter Dauer, jedoch ergeben die Puzzleteile noch kein Gesamtbild.

Das Netzwerk Jungen- und Männergesundheit, das Bundesforum Männer und die Stiftung Männergesundheit haben nun die Initiative ergriffen, um die Puzzleteile zusammenzusetzen und die noch fehlenden zu beschaffen. Anlässlich der fünfzehnjährigen Jubiläumsveranstaltung des Netzwerks Jungen- und Männergesundheit wurde Ende 2019 beschlossen, einen Auftakt zur Entwicklung einer nationalen Männergesundheitsstrategie für Deutschland zu installieren.

Eine Vorbereitungsgruppe aus den genannten Institutionen entwickelte mit freundlicher Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit (und wieder einmal hervorragendem Support durch LVG & AFS Niedersachsen, GN) einen Auftakt-Workshop unter dem Motto „Auf zu einer Männergesundheitsstrategie!“ Die Vorbereitungsgruppe analysierte nationale Männergesundheitsstrategien verschiedener Länder wie Australien, Irland und Brasilien und erörterte Transferperspektiven für den deutschen Kulturraum und das hiesige politische System. Besonderes Augenmerk wurde auf die WHO-Euro-Strategie zur Männergesundheit (The health and well-being of men in the WHO European Region, 2018) gelegt, die den Mitgliedsländern konkrete Ziel- und Handlungsempfehlungen vermittelt.

Weitere Analysen zur epidemiologischen Relevanz führten zu einer Fokussierung auf die psychische Gesundheit von Männern. Es wurde ein Workshopprogramm entlang der Handlungsfelder – von der Gesundheitsförderung über Präventionsstufen bis hin zu Intervention und Nachsorge – entwickelt.

Der Workshop fand am 13. April 2021 mit etwa zwanzig ausgewählten Expert*innen des deutschen Gesundheitswesens, moderiert durch Gunter Neubauer (Netzwerk Jungen- und Männergesundheit) und Thomas Altgeld (Bundesforum Männer), online via Zoom statt. Beiträge des Bundesministeriums für Gesundheit und der Stiftung Männergesundheit vermittelten eine politische und epidemiologische Orientierung zum Status quo der Förderung der psychischen Gesundheit von Männern. Arbeitsgruppen vertieften die Aspekte

  • Gesundheitsbildung
  • Gesundheitsförderung und Prävention sowie Gesundheitsversorgung
  • Aus- und Fortbildung für Gesundheits- und Bildungsberufe sowie
  • Forschung.

Bedarf es nun einer konkreten Strategie für eine übergeordnete Koordinierung der vorhandenen und zu wünschenden Maßnahmen? Im Workshop wurde dies grundsätzlich bejaht. Die Arbeitsgruppen identifizierten zahlreiche Bedarfe: Von einer besseren Datenlage über modernere Bildungs- und Versorgungskonzepte bis hin zur Überwindung von Geschlechterklischees in Maßnahmenentwicklungen. Eine ganzheitliche Strategie kann hier Orientierung geben.

Mit dem Auftakt-Workshop wurden erste Erkenntnisse gesammelt und mögliche Wege zur Einführung einer nationalen Männergesundheitsstrategie skizziert. Zentrales Kriterium: Die Strategie soll die erwähnten „Insellösungen“ zu einem Gesamtbild zusammenfügen, ohne selbst eine solche „Insel“ zu werden. Die Reflektion von Diversität innerhalb der Dialoggruppe Männer und das kooperative Einvernehmen mit Strategien zur Förderung der Gesundheit von Frauen und von nichtbinären Personen ist zentrales Merkmal ihrer Entwicklung und ihrer Implementation.

Als Folgeaktivitäten wurden verabredet, weitere Schnittstellen (zum Beispiel in Gleichstellung-, Bildungs- und Wissenschaftspolitik) zu betrachten sowie politische und zivilgesellschaftliche Fürsprache zu gewinnen. Das Bundestagswahljahr 2021 bietet die Chance, für die Notwendigkeit der Einführung einer nationalen Männergesundheitsstrategie zu sensibilisieren und den Bedarf für die Regierungsarbeit der kommenden Legislaturperiode anzumelden.

Viele OECD-Länder sind bereits dabei vorangeschritten, Männergesundheit auf ein nachhaltigeres, zukunftsweisendes Fundament zu heben. Es ist an der Zeit, dass auch die Bundesrepublik Deutschland ihrer Gesundheitspolitik ein Update einspielt!

Martin Schumacher

Fachreferent, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.
Fenskeweg 2 | 30165 Hannover
Telefon: 0511 / 388 11 89 – 34

E-Mail: martin.schumacher@gesundheit-nds.de
Internet: http://www.gesundheit-nds.de