Aufruf zur Studienteilnahme: Einflussfaktoren auf die psychische Gesundheit von Männern

Im Rahmen eines Forschungsprojektes untersucht die Arbeitseinheit für klinische Psychologie und Psychotherapie des Universität des Saarlandes Einflussfaktoren auf die psychische Gesundheit von Männern.

Studien deuten auf zahlreiche geschlechtsspezifische Unterschiede bei psychischen Erkrankungen hin, so unterscheiden sich beispielsweise die Symptome von Depressionen bei Männern und Frauen. Ebenso nutzen psychisch belastete Männer wesentlich seltener psychotherapeutische und psychiatrische Versorgungsangebote. Dies führt dazu, dass weniger psychische Erkrankungen bei Männern diagnostiziert werden, während jedoch zum Beispiel rund drei Viertel aller erfolgreichen Suizide auf Männer entfallen (Walther & Seidler, 2020).

Daher ist es Ziel der Studie, Einfluss- und Wirkfaktoren auf die psychische Gesundheit von (cis-)Männern zu identifizieren und deren Wechselwirkung zu untersuchen. Inhaltlich werden dabei Fragen zu aktuellen und vorangegangen psychischen Problemen (z.B. Depressivität, Suizidalität und soziale Ängstlichkeit), Diskriminierungs- sowie Missbrauchserfahrungen, psychosoziale Risiko- als auch Schutzfaktoren (z.B. Selbstwert, Rollenbilder, Grübelneigung, soziale Unterstützung) gestellt. Insbesondere liegt der Fokus auch auf schwulen und bi- und pansexuellen (cis-)Männern, da diese im Alltag vermehrt Diskriminierung und Missbrauch (z.B. de Vries et al., 2020) erfahren, was mit Minoritätenstress einhergeht und das Risiko für psychische Erkrankungen erhöhen kann (Minoritätenstressmodell: Meyer, 2003; Psychologisches Mediationsmodell: Hatzenbuehler, 2009).

Durch Ihre Teilnahme an der Studie tragen Sie einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Einflussfaktoren auf die psychische Gesundheit von Männern bei! Es wird auch darum gebeten, diese Information in den eigenen Zusammenhängen an potenzielle Teilnehmer weiterzugeben.

Zielgruppe der Studie: (cis-)Männer über 18 Jahre

Befragungsdauer: 45-60 Minuten

Unter allen abgeschlossenen Befragungen werden am Ende der Studie 20x 15€ Gutscheine (z.B. für Amazon) verlost.

Bei Rückfragen kann sich an Tobias Issler (M.Sc) gewendet werden:
tobias.issler [at] uni-saarland.de

Link zur Studie: www.soscisurvey.de/PsyGesundheit/

Referenzen:

Walther, A., & Seidler, Z. E. (2020). Männliche Formen der Depression und deren Behandlung. PiD-Psychotherapie im Dialog, 21(04), 40-45.

de Vries, L., Fischer, M., Kasprowski, D., Kroh, M., Kühne, S., Richter, D., & Zindel, Z. (2020). LGBTQI*-Menschen am Arbeitsmarkt: hoch gebildet und oftmals diskriminiert. DIW Wochenbericht, 87(36), 619-627. Meyer, I. H. (2003). Prejudice, social stress, and mental health in lesbian, gay, and bisexual populations: conceptual issues and research evidence. Psychological bulletin, 129(5), 674.

Meyer, I. H. (2003). Prejudice, social stress, and mental health in lesbian, gay, and bisexual populations: conceptual issues and research evidence. Psychological bulletin, 129(5), 674.

Hatzenbuehler, M. L. (2009). How does sexual minority stigma “get under the skin”? A psychological mediation framework. Psychological bulletin, 135(5), 707.

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