HelpMen-Antrag bewilligt!

Der Projektantrag „HelpMen Train the Trainer“ (HelpMenTTT) im Programm ERASMUS+ wurde bewilligt. Damit kann das erfolgreiche HelpMen-Konzept weiterentwickelt und umgesetzt werden, unter anderem in einem Ausbildungskonzept und -programm zur Männergesundheitsbildung in Europa. Das Projekt beginnt am 1. Dezember 2021 und hat eine Laufzeit von 30 Monaten.

Das Projekt HelpMenTTT reflektiert, dass die Qualifizierung von Gesundheitsbildner:innen zusammen mit einer geeigneten Didaktik wesentliche Voraussetzungen und Erfolgskriterien für eine Verbesserung der Gesundheitsbildung benachteiligter Männer sind. Es verbindet aktuelle Forschungsergebnisse mit Ergebnissen der strategischen Partnerschaft HelpMen (2017-19), transformiert sie in ein Ausbildungskonzept und bringt sie mit neu entwickelten Inhalten, Methoden und medialen Produkten in einen Prozess der Qualifizierung und Anwendung. Das Projekt konkretisiert so auch die Strategie zur Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Männern in Europa der WHO von 2018 und trägt dazu bei, diese umzusetzen.

Das Projekt setzt bei den Fähigkeiten und Praktiken der Schlüsselpersonen als Trainer:innen an. Denn obwohl bekannt ist, dass gerade benachteiligte Männer von der Gesundheitsbildung kaum erreicht werden, gibt es bisher kein Ausbildungskonzept, um die Zielgruppe „bildungs- und zugangsbenachteiligte Männer“ zu erreichen. Damit wird ein offener Bedarf in der Gesundheitsbildung abgedeckt und es werden neue Inhalte, innovative Zugänge, Methoden, Tools und Materialien entwickelt und erprobt.

7 Projektpartner in 6 Ländern

Kontakt: Gunter Neubauer und Reinhard Winter, SOWIT Tübingen

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Genitale Selbstbestimmung – Online-Fachgespräch am 02.12.21

Genitale Selbstbestimmung – (K)ein Thema für die Jungen*arbeit?!?

Die LAG Jungen*- und Männer*arbeit Bayern und die LAG Jungenarbeit Baden-Württemberg veranstalten in Kooperation mit MOGiS e.V. und dem Projekt 100% Mensch am 2.12.2021 einen Online-Fachaustausch zum Thema „Männliche Beschneidung“.

Die Anatomie und Funktionen der männlichen* Vorhaut und deren Entfernung („Beschneidung“) sind in unserer Gesellschaft tabuisiert und zugleich verdeckte Realitäten, mit der sich Menschen – wenn überhaupt – eher defensiv oder gar bagatellisierend beschäftigen.

Die Einführungsveranstaltung wird grundlegendes Wissen vermitteln und sowohl aus wissenschaftlicher Perspektive, als auch aus der Erfahrung Betroffener heraus Anregungen für die Erarbeitung einer fachlich fundierten Haltung geben. Neben inhaltlichen Impulsen wird auch Raum für Austausch und das Einbringen eigener Fragestellungen bleiben.

Kontakt und Anmeldung: fortbildung@lag-jungenarbeit.de | 0711 – 656 689 00 | www.lag-jungenarbeit.de

Flyer_Fachgespraech-Genitale-Selbstbestimmung

Pressetext_Fachgespraech-Genitale-Selbstbestimmung

Tagung „Männlichkeiten und Natur (-Verhältnisse)“ 09.-11.12.21, Stuttgart

Die nächste Tagung des Arbeitskreises für interdisziplinäre Männer- und Geschlechterforschung (AIM Gender) zum Thema „Männlichkeiten und Natur (-Verhältnisse)“ findet vom 9. bis 11. Dezember 2021 im Tagungszentrum der kath. Akademie in Stuttgart-Hohenheim statt.

Zu hören sind ein gutes Dutzend Vorträge aus unterschiedlichsten Zugängen der Männerforschung. Zwei Vortragstitel als Appetizer:

Zur Hormonalisierung von Männlichkeit
Skizze zur männlichen Natur der Gegenwart
Marlene Hartmann (Chemnitz)

Von rohen und gekochten Eiern
Das Hodenbad als Verhütungsmethode, Männlichkeitskritik und Körperpraktik
Fabian Hennig (Mainz)

Zum Tagungsprogramm mit weiteren Informationen

Zur Online-Anmeldung

Fachtag „Mann sein in der Krise“ Dresden Mo 22.11.21

Krisen haben Hochkonjunktur. Wir schauen auf die Menschen in ihnen – insbesondere die Männer, die in Krisen leben. Was bedeuten Krisen für sie, ihre Männlichkeit, ihre Bewältigungsstrategien? Und welche Unterstützung können Akteure im Sozial- und Gesundheitssystem leisten, die funktioniert?

Wir, die Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen, laden herzlich ein zum Fachtag
Mann sein in der Krise. Ausnahmezustand oder ganz normaler Wahnsinn?
am Montag, 22.11.2021 in Dresden

Zahlreiche Experten geben Einblick aus unterschiedlichsten Perspektiven. Melden Sie sich bald an, die Teilnahmezahl ist beschränkt!

Details hier oder im Flyer:

Online-Vortrag „Suizidprävention bei Männern“ am 19.11.21, 11:00 – 12:45

zum internationalen Männertag am 19. November 2021

Suizidprävention bei Männern – ein Erfahrungsbericht. Sensibilisierung, Früherkennung, Beratung

Impulsvortrag und Fachaustausch mit Andreas Kadel, Göppingen

Online-Veranstaltung am Freitag, 19. November 2021, 11.00 – 12.45 Uhr

Das Gesundheitsamt Göppingen führt seit 2009 ein Langzeit-Projekt zur Suizidprävention bei Männern im Landkreis Göppingen durch. Dazu werden u.a. Vorträge, Workshops oder Veranstaltungen im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements angeboten und durchgeführt. Das informierende und aktivierende Projekt ist ein wichtiger Baustein im Bereich der Präventionsaufgaben des Gesundheitsamts und Teil der Göppinger Strategie zur Männergesundheitsförderung „Mann bleib gesund!“

Andreas Kadel wird dieses Projekt vorstellen und über die Erfahrungen im Landkreis Göppingen berichten. Dabei wollen wir Ansätze männerbezogener Suizidprävention auch in den Kontext der Männerberatung stellen und reflektieren, wie Beratungsangebote dieses Thema aufnehmen und für betroffene oder hilfesuchende Männer zugänglich(er) machen können.

Die Veranstaltung wird mitgetragen von der LAG Männer und Väter in Baden-Württemberg und ist Teil der Kampagne „Neben der Spur – mehr als nur schlecht drauf…“ zum Tag der ungleichen Lebenserwartung 2021 tag-der-ungleichen-lebenserwartung.de mit dem Schwerpunkt Depressionen bei Männern.

Programm

10.30 Ankommen im Online-Raum

11.00 Begrüßung, Einführung, Who all is here?

11.15 Grußwort und Vorstellung der Plattform maennerberatungsnetz.de des BFM – Dr. Dag Schölper, Geschäftsführer Bundesforum Männer (BFM)

11.30 Impulsvortrag und Erfahrungsbericht – Andreas Kadel, Gesundheitsamt Göppingen

12.00 Nachfragen, Diskussion, Austausch

12.30 Schlussrunde, Resümee und Ausblick

12.45 Ende der Veranstaltung

Impulsvortrag: Andreas Kadel, Arzt für öffentliches Gesundheitswesen Landratsamt Göppingen, Gesundheitsamt

Moderation: Christian Kindler, Diözese Rottenburg-Stuttgart, Fachbereich Männer und Gunter Neubauer, SOWIT Tübingen, Projekt „Männerbezogene Suizidprävention“ des Kompetenzzentrum Jungen- und Männergesundheit Baden-Württemberg (komm b-w)

Anmeldung: Wir bitten um Online-Anmeldung bis Mittwoch, 17. November 2021, danach wird ein Zugangslink für das Zoom-Meeting zugesandt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Das Projekt „Männerbezogene Suizidprävention“ wird unterstützt durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.

Start der Koalitionsverhandlungen: Da war noch was offen …

Durch eine Recherche des Blogs gesund.men zur Frage, welche Bedeutung die im Bundestag vertretenen Parteien der Lebenserwartungsdifferenz und insgesamt der Männergesundheit zumessen, sind wir im Frühjahr erneut auf eine erhebliche Lücke in der Programmatik von Bündnis 90 / Die Grünen aufmerksam geworden.

Zusammen mit der Stiftung Männergesundheit, dem Bundesforum Männer und weiteren Akteuren haben wir daraufhin an den Vorstand der Bundestagsfraktion und den Bundesvorstand von Bündnis 90 / Die Grünen geschrieben.

Die anonyme Antwort vom „Info-Service der Bundestagsfraktion“ war für uns in keiner Weise zufriedenstellend und hat einiges offen gelassen.

Vor dem Hintergrund der nun beginnenden Koalitionsverhandlungen soll daran noch einmal erinnert werden. Bei der Neuausrichtung der Bundesregierung und der Gesundheitspolitik in Deutschland wäre in diesem Zusammenhang auch dem Männergesundheitsmanifest eine angemessene Aufmerksamkeit zu wünschen. Ideen dazu gerne an die Unterzeichnerïnnen oder die Aktiven im Netzwerk.

Fachtag „Suizidprävention und Krisenberatung bei Jungen und Männern“ in Stuttgart am 26.10.21

Am Dienstag 26.10.21 (!) wird ein Fachtag „Suizidprävention und Krisenberatung bei Jungen und Männern“ insbesondere für Fachkräfte, die in der Beratungslandschaft tätig sind, angeboten. Er findet statt im Hospitalhof, Büchsenstr. 33 in Stuttgart von 10 Uhr bis 17 Uhr. Nach zwei einleitenden Fachinputs am Vormittag (Christoph Schwamm, Medizinhistoriker, Heidelberg und Björn Süfke, Männertherapeut und Autor, Bielefeld) kann am Nachmittag in themen- und vielfaltsorientierten Workshops gearbeitet, diskutiert und reflektiert werden. In Kleingruppen ist Gelegenheit, sich mit anderen Teilnehmer*innen und zu spezifischen Aspekten und Fragestellungen vertieft auszutauschen und Erfahrungen zu teilen. Den Abschluss bilden ein Beispiel guter Praxis (FRANS – Frankfurter Netzwerk für Suizidprävention) und ein Podiumsgespräch.

Veranstalterin: Landeshauptstadt Stuttgart, Abteilung für individuelle Chancengleichheit von Frauen und Männern in Kooperation mit dem Netzwerk Männerberatung Stuttgart und dem Kompetenzzentrum Jungen- und Männergesundheit Baden-Württemberg.

Das Projekt „Männerbezogene Suizidprävention“ wird unterstützt durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.

Eine Anmeldung zum Fachtag kann über folgende Mailadresse erfolgen: poststelle.ob-icg-fachtagung@stuttgart.de

Abschlussveranstaltung des Modellprojekts Mann, was geht?!

Im Kooperationsprojekt zur Förderung der psychischen Gesundheit und des Wohlbefindens von Männern Mann, was geht?! der Techniker Krankenkasse, der Universität Bielefeld und der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. wurden Zugänge und Erfolgsfaktoren exploriert, um die psychische Gesundheit von Männern in unterschiedlichen Lebensphasen und Lebenswelten zu stärken. Darüber hinaus wurden Risikofaktoren und Barrieren untersucht, die eine Implementierung männergerechter Maßnahmen in die Praxis erschweren.

Wie erleben psychisch belastete Männer ihren (beruflichen) Alltag und wie gehen sie mit diesen Belastungen um? Auf welche Kraftquellen greifen sie zurück? Was bedeutet das für die (digitale) Ansprache und Sensibilisierung männlicher Beschäftigter? Worauf sollten Betriebe im Planungs- und Umsetzungsprozess männergerechter Maßnahmen achten? Die Ergebnisse des Kooperationsprojekts sollen auf der digitalen Abschlusstagung reflektiert und diskutiert werden.

Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte des Gesundheitswesens, Akteur*innen des betrieblichen Personal- und Gesundheitsmanagements sowie Multiplikator*innen aus der Männerarbeit.

Datum: Mittwoch, 27. Oktober 2021

Uhrzeit: 14:00 – 16:15 Uhr

Wo: Virtuell über den Anbieter Zoom

Infos + Anmeldung (kostenfrei): https://www.mann-was-geht.de/bgm-fuer-maenner-konkret/

Der Nächste bitte – soziale Impulse zur Männergesundheit. Fachtag 05.10.21

Digitaler Fachtag des SKM Köln und der KatHo Köln zur Männergesundheit

5. Oktober 2021 10:00 – 15:00 Uhr, Online

https://www.s-inn.net/veranstaltungen/maennergesundheit

  • Mehr Besuche beim Urologen allein machen Männer noch nicht gesund – Männergesundheit im Alltag
    Thomas Altgeld: Dipl.-Psychologe, Geschäftsführer der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V.
  • Männerberatung macht nicht glücklich …   aber gesund
    Björn Süfke: Dipl.-Psychologe, Männertherapeut und -berater, Autor
  • Wege aus der Gefahr in die Sicherheit – Zur Bedeutung von Akutschutzplätzen
    Diane Jägers: Juristin, Abteilungsleiterin Gleichstellung des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau, Gleichstellung des Landes NRW
  • Male Depression – Vom Helden zum Loser und dann?“
    Prof. Dr. Michael Klein: Klinischer Psychologe, psychologischer Psychotherapeut und Supervisor 
  • Beitrag eines Krankenkassenvertreters über Kosten von Depressionen/Burnout bei Männern.
    Tim Hollmann, Leiter Geschäftsbereich Versorgungsmanagement, und Isabel Schneider, Betriebliche Gesundheitsmanagerin, Krankenkasse IKK
  • Männerarbeit in Unternehmen
    Dr. Richard Schneebauer: Soziologe, Männerberater, Autor, Dozent
    MÄNNAGMENT

Vortrag: Gesund und produktiv bleiben trotz Trennungsstreit um Kinder. Worauf es ankommt und was im Wege stehen kann.

Trennung ist der Endpunkt einer Beziehungskrise mit enttäuschten, weil nicht kommunizierten Erwartungen. Wut über das Ende paaren sich mit Angst um den Verlust der Kinder. Männer erleben sich in solchen Situationen nicht selten als benachteiligt und hilflos. Mitunter geraten sie in reflexartige Verhaltensmuster, welche die Eskalation und die psychische Belastung weiter verstärken. Auch während der Arbeitszeit gelingt es ihnen kaum, die Krise auszublenden. Fokussiert auf den Konflikt, werden Lösungsoptionen nicht erkannt. Im Betrieblichen Gesundheitsmanagement sind solche Krisen schwer zu adressieren, da sie meist verborgen bleiben. Dabei kann es für den Erhalt der psychischen Gesundheit von Männern und Vätern wichtig sein, frühzeitig Lösungen wie Beratung, Mediation oder Coaching aufzuzeigen.

Jan Hüfner ist zertifizierter Mediator, systemischer Berater und Coach. Er arbeitet mit Trennungseltern und vertritt seit vielen Jahren als Verfahrensbeistand die Interessen von Kindern vor Gericht streitender Eltern. Er hinterfragt die gegebenen Rahmenbedingungen und diskutiert zugleich die spezifischen Herausforderungen und Chancen von berufstätigen Trennungseltern/-vätern vor dem Hintergrund des kulturellen Wandels in Familie und Arbeitswelt.

Datum: Montag, 25. Oktober 2021

Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr

Wo: Virtuell über den Anbieter Zoom

Infos + Anmeldung (kostenfrei): https://www.mann-was-geht.de/bgm-fuer-maenner-im-dialog