Noch ein Jubiläum: 10 Jahre Bundesforum Männer

Am 4. November 2010 gründete sich das Bundesforum Männer als Interessenverband für Jungen, Männer und Väter und kann nun auf zehn Jahre gleichstellungspolitisches Engagement zurückblicken – wir gratulieren!

Bundesforum – was? … damit ging’s schon los: Wie nennen wir uns denn? Deutscher Männerrat war verpönt, man wollte nur ja nicht so tun, als sei man dem Frauenrat ebenbürtig… 15 Jahre zuvor hatte es mit Pfefferprinz – Männernetzwerk und Aktion e.V. schon einen bundesweiten Vernetzungsversuch gegeben, wobei ja schon der Name von einer alten Zeit erzählt… Immerhin: Etliche Männerbewegte, die damals aktiv waren, sind es heute noch und hatten auch bei der Bundesforum-Gründung die Finger im Spiel. Für mich ist eine unserer größten Stärken, von Anfang an auf gleichberechtigtes Miteinander von großen Verbänden und kleinen Netzwerken gesetzt zu haben – dies wirkt erfolgreich bis heute. (Stefan Beier)

Das Netzwerk Jungen- und Männergesundheit war Gründungsmitglied, stellte mit Stefan Beier ein langjähriges (Gründungs-) Vorstandsmitglied, mit Thomas Altgeld den aktuellen Vorstandsvorsitzenden und ist auch in den Fachgruppen des Bundesforums aktiv..

Das Bundesforum Männer ist eine Chance für Männer und Jungen, nicht alten Vorstellungen von Männlichkeit hinterherzulaufen: traditioneller Männlichkeit, die Augenhöhe scheut und lieber auf andere herabblickt. Gerade im Hinblick auf Gesundheit sind die überkommen Bilder vom „richtigen“ Mann ein „Leidbild“, das Lebensjahre und -qualität kostet. (Thomas Altgeld)

Zum Jubliläum hat das Bundesforum eine eigene Sonderseite geschaltet und präsentiert sich dort u.a. mit einem kurzen Spot.

Ein Jubiläumsmagazin bildet die Vielfalt der Mitglieder des Bundesforums ab, ihre Zusammenarbeit, aktuelle Arbeitszusammenhänge und die weiteren Perspektiven des Verbands. 

Unter dem Hashtag #10BFMaenner gibt es Infos über aktuelle Themen und Aktivitäten rund um das Jubiläum.

Das Bundesforum – gut für die Männergesundheit! Gesundheit ist ein wichtiges Gleichstellungsthema für Jungen und Männer. Deshalb freuen wir uns, wenn Gesundheitsaspekte im Bundesforum mit zum Thema werden oder in gemeinsame Aktivitäten münden. Wenn es um gute Arbeit, aktive Vaterschaft oder um Bildungs- und Teilhabechancen für Jungen geht, dann schwingt ja Gesundheit immer mit. Abgesehen davon: Sich im Bundesforum zu treffen und zu vernetzen ist auch gut für die soziale Gesundheit! Es ist schön, dass hier auch Platz für uns als offenes, niederschwellig organisiertes Netzwerk ist. (Gunter Neubauer)

15 Jahre Netzwerk Jungen- und Männergesundheit – Online-Treffen Fr 6.11.2020 14:00 – 16:00

Liebe Netzwerkerinnen und Netzwerker,

unser Netzwerk Jungen- und Männergesundheit hat sich vor 15 Jahren, am Montag 7. November 2005 in Fulda gegründet. Das sollte uns ein Anlass sein, mal wieder zurück, aber auch nach vorne zu blicken – und das gemeinsame Engagement zu würdigen und zu feiern.

Ein ursprünglich geplantes analoges Treffen in Stuttgart am 6. und 7. November konnten wir leider nicht realisieren – und hoffen, dass wir das in 2021 nachholen können.

Als kleinen Ersatz werden wir ein Online-Treffen anbieten am

Freitag 6.11.2020 14:00 – 16:00

Freundlicherweise haben sich unsere Netzwerkmitglieder Martin Schumacher und Lennart Semmler (LVG & AFS Niedersachsen) bereit erklärt, das Treffen zu moderieren und für die technische Seite zu sorgen – vielen Dank!

Infos zum Zugang ins Zoom-Meeting werden wir dann noch rechtzeitig durchgeben.

Programm

  • Begrüßung, Einführung
  • Statement Thomas Altgeld – Netzwerkmitglied der ersten Stunde und Vorsitzender des Bundesforum Männer, unserem Dachverband
  • Talkrunde mit Gründungsmitgliedern: Wo stehen wir heute und wo soll’s hingehen?
  • Offener Austausch mit allen Teilnehmenden: Männer und Corona, Männergesundheitspolitik, Netzwerkperspektiven usw.

Wir hoffen, dass ihr euer Dabeisein möglich machen könnt!

Um das Treffen etwas vorzubereiten und schon mal Appetit zu machen, haben wir unsere Gründungsmitglieder eingeladen, kurze Statements abzugeben, die wir in den nächsten Tagen hier einstellen werden – und laden gleichzeitig zur Kommentierung ein.

Gunter Neubauer, Tübingen und Matthias Stiehler, Dresden

Fachtag e*MANN*zipation am 19.11.2020 in Nürnberg

Die LAG Jungen*- und Männer*arbeit Bayern veranstaltet in Kooperation mit der Leitstelle für Gleichstellung von Frauen und Männern im Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales

am Donnerstag, 19.11.2020 in Nürnberg von 9.30 bis 17.00 Uhr den Fachtag

e*MANN*zipation

„e*MANN*zipation“ – mit diesem Titel will der Fachtag die Gleichstellungsthemen von Jungen* und Männern* und die dazu entsprechend notwendige Gleichstellungspolitik, in der Männer* als Akteure und Adressaten wahrgenommen werden, aufgreifen und vertiefen.

Vielleicht kann die Emanzipation der Geschlechter nur vollendet werden, wenn die Männer* nicht mehr Gegenstand der Debatte sind,
sondern Partner, wenn nicht nur über sie, sondern mit ihnen gesprochen wird und wenn sie schließlich auch von sich aus das Wort für ihre Gleichstellungsbelange ergreifen.

Der Fachtag „eMANNzipation“ will hierzu einen Beitrag leisten.

Wir laden dazu herzlich ein und freuen uns, wenn wir zur „e*MANN*zipation“ in Nürnberg miteinander ins Gespräch kommen.

Programm-Flyer zum Fachtag und Online-Anmeldung: https://lag-jungenundmänner-bayern.de/fachtag-emannzipation/

LAG Jungen*- und Männer*arbeit Bayern e.V. | Matthias Becker und Stefan Becker, Vorsitzende der LAG

Fachtag Geschlechtersensible Gesundheitsförderung, Dresden 4.11.2020

Gesundheitsförderung und Prävention sind in aller Munde, aber nicht alle Angebote schmecken jeder und jedem.

Wie können Frauen, Männer und queere Menschen spezifischer adressiert und für Angebote gewonnen werden, so dass Gesundheitsförderung auch da ankommt, wo sie hingehört?

Im Namen der UAG Frauen- und Männergesundheit des Sächsischen Gleichstellungsbeirates und in Kooperation mit der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen laden wir herzlich ein zum Fachtag

„gesucht! Gesundheitsförderung [w/m/d] – Geschlechtersensibilität und Gesundheitschancen in Sachsen“

am Mittwoch, 4.11.2020 von 9.00 bis 16.30 Uhr im Tagungshaus Dreikönigskirche in Dresden.

Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte, Anbieter*innen, Multiplikator*innen, Träger und sonstige Einrichtungen im Sozial- und Gesundheitswesen sowie an Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung.

Programm und Anmeldemöglichkeiten

Wir bitten um baldige Anmeldung, da die Teilnehmer*innenzahl coronabedingt begrenzt ist.

Stefan Beier, Bildungsreferent Männergesundheit

Landesfachstelle Männerarbeit bei der Landesarbeitsgemeinschaft Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V. | www.juma-sachsen.de

Schlesischer Platz 2 | 01097 Dresden

Telefon: 0351-27514553 | Home Office: 033205-203185

„Ruf und Rat“ in Stuttgart sucht psychologische/n Männerberater/in im Projekt „Prävention gegen sexualisierte Gewalt“

Stellenausschreibung der Diözese Rottenburg-Stuttgart:
 
Männerberatung im Projekt „Prävention gegen sexualisierte Gewalt“
 
Weitere Informationen im angehängten Begleitschreiben oder bei

Ruf und Rat | Hospitalstrasse 26 | 70174 Stuttgart
0711 2262055 | www.ruf-und-rat.de
 

 

Männergesundheit in der Politik: Vom Randthema in den Mainstream

Gesundheit ist eine politische Entscheidung. Im Rahmen der internationalen Männergesundheitswoche hat Global Action on Men’s Health (GAMH) einen neuen Bericht veröffentlicht. Während Männergesundheit in Deutschland ein politisches Schattendasein fristet, erhält das Thema im internationalen Raum stärkeren Einzug in politische Strukturen. So existieren in Australien, im Iran, in Brasilien und Irland nationale Strategien zur Männergesundheit. From the Margins to the Mainstream beleuchtet die politischen Dimensionen und Implikationen von und für Männergesundheit als Teil einer gesamtgesellschaftlichen Strategie.

Zur Website: http://gamh.org/

Quelle: Mann was geht

Covid-19: Global Action on Men´s Health ruft zum Handeln auf

Die Global Action on Men´s Health hat nach einem Webinar zu COVID-19 einen Aufruf zum Handeln verfasst. Die Erklärung gibt’s zum Download in deutscher Übersetzung wie auch im englischen Original:

COVID-19 UND MÄNNER: AUFRUF ZUM HANDELN
Eine Erklärung von Global Action on Men’s Health
Mai 2020

COVID-19 AND MEN: CALL FOR ACTION
A statement by Global Action on Men’s Health
May 2020

Global Action on Men´s Health fordert:

  • männer- und jungenspezifische Maßnahmen auf globaler, nationaler und lokaler Ebene während der Pandemie
  • Sammlung und Veröffentlichung von geschlechtsdifferenzierten Daten zu COVID-19-Infektion und -Mortalität
  • intersektionale Differenzierung der Ergebnisse nach Geschlecht mit anderen Schlüsselvariablen wie Alter, Einkommen usw.
  • Ursachenforschung um die höhere Sterblichkeit von Männern besser zu verstehen und effektiv anzugehen
  • Untersuchung der Auswirkungen von COVID-19auf die mentale und körperliche Gesundheit von Männern und Jungen
    • auf Beschäftigung, Bildung, persönlichen Beziehungen und Familienleben
    • Beteiligung von Männern an der Elternschaft und Pflege ermöglichen und Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben durch Heimarbeit verbessern
  • geschlechtergerechte Gesundheitsförderungsmaßnahmen zur Verringerung des Infektionsrisikos für Männer
  • Verbreitung bewährter Praktiken in diesem Bereich
  • nachhaltige Unterstützung von Organisationen, die Männer und Jungen unterstützen z.B. in den Bereichen
    • Beschäftigung, Bildung, psychische Gesundheit, Alkohol- und Glücksspielprobleme
    • Arbeit mit männlichen Tätern und männlichen Opfern häuslicher Gewalt
  • fokussierte Auseinandersetzung mit den zugrundeliegenden Bedingungen, die mit der höheren Sterblichkeit von Männern durch COVID-19 zusammenhängen und die für sich genommen einen signifikanten Einfluss auf die gesundheitliche Lage von Männern haben

Quelle: www.stiftung-maennergesundheit.de

LVG & AFS Niedersachsen: Mann, was geht?! Neues Onlineangebot für und mit Männern

Klassische Angebote der Gesundheitsförderung werden von Männern häufig als nicht adressatengerecht erlebt. Die digitale Lebenswelt eröffnet einen ersten alltagsnahen und anonymen Zugang zu Gesundheitsthemen. Onlineangebote zur Sensibilisierung für die (psychische) Gesundheit sind im deutschsprachigen Raum allerdings noch selten.

Dem will die Website www.mann-was-geht.de Abhilfe schaffen. Sie ist ein Ergebnis des gleichnamigen Kooperationsprojekts Mann, was geht?! der LVG & AFS, der Techniker Krankenkasse und der Universität Bielefeld.

Mann, was geht?! hält Tools für einen gesunden Lebensstil bereit, regt zur gesundheitsbezogenen Selbstreflexion an und möchte Geschlechterstereotype abbauen. Über interaktive Kanäle soll zudem der Austausch mit der Dialoggruppe und Expert*innen gefördert werden. Die Website richtet sich an Männer in unterschiedlichen Lebensphasen, die für sich selbst nach Informationen rund um Wohlbefinden, Gesundheit und Work-Life-Balance suchen; aber auch Gesundheitsprofis sind willkommen.

Health Professionals finden einen eigenen Bereich unter www.mann-was-geht.de/professionals/.

Wir freuen uns darüber, wenn Sie die Website über Ihre Verteiler, Netzwerke, Websites und Social Media-Plattformen streuen könnten und sind darüber hinaus auch für Feedback dankbar.

Veranstaltungshinweise:

Machen Sie interessierte Männer gerne auch auf unsere kostenfreien Online-Formate aufmerksam oder nehmen Sie gerne selbst teil. Sie finden die Online-Formate unter www.mann-was-geht.de/mwg-interaktiv.

Mann, was geht?! in den sozialen Medien:

Twitter: https://twitter.com/mwg_social

Instagram: www.instagram.com/mwg_social

YouTube: www.youtube.com/channel/UCkzUGU0kTzt8jfmrNn3kq7w

Viele Grüße
Martin Schumacher & Lennart Semmler

Aufruf zur Beteiligung an der Internationalen Männer-Gesundheitswoche 15. – 21.6.2020

Die Stiftung Männergesundheit hat einen abgestimmten Aktionsplan für die diesjährige internationale Männergesundheitswoche veröffentlicht und ruft zur breiten Beteiligung auf.

Die Inhalte sind international über ein Webinar der Global Action of Men´s Health (GAMH) am 22. April 2020 abgestimmt worden.

Wir würden uns freuen, wenn Sie Aspekte des Aktionsplans aufgreifen könnten, die auf die Bewältigung der Corona-Epidemie ausgerichtet sind. Über einen Rücklauf würden wir uns freuen. Sie können gern den Aktionsplan weiterreichen.

Der Vorstand der Stiftung Männergesundheit
Der Wissenschaftliche Beirat der Stiftung Männergesundheit
Der Förderverein der Stiftung Männergesundheit

Aktionsplan online