Covid-19: Global Action on Men´s Health ruft zum Handeln auf

Die Global Action on Men´s Health hat nach einem Webinar zu COVID-19 einen Aufruf zum Handeln verfasst. Die Erklärung gibt’s zum Download in deutscher Übersetzung wie auch im englischen Original:

COVID-19 UND MÄNNER: AUFRUF ZUM HANDELN
Eine Erklärung von Global Action on Men’s Health
Mai 2020

COVID-19 AND MEN: CALL FOR ACTION
A statement by Global Action on Men’s Health
May 2020

Global Action on Men´s Health fordert:

  • männer- und jungenspezifische Maßnahmen auf globaler, nationaler und lokaler Ebene während der Pandemie
  • Sammlung und Veröffentlichung von geschlechtsdifferenzierten Daten zu COVID-19-Infektion und -Mortalität
  • intersektionale Differenzierung der Ergebnisse nach Geschlecht mit anderen Schlüsselvariablen wie Alter, Einkommen usw.
  • Ursachenforschung um die höhere Sterblichkeit von Männern besser zu verstehen und effektiv anzugehen
  • Untersuchung der Auswirkungen von COVID-19auf die mentale und körperliche Gesundheit von Männern und Jungen
    • auf Beschäftigung, Bildung, persönlichen Beziehungen und Familienleben
    • Beteiligung von Männern an der Elternschaft und Pflege ermöglichen und Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben durch Heimarbeit verbessern
  • geschlechtergerechte Gesundheitsförderungsmaßnahmen zur Verringerung des Infektionsrisikos für Männer
  • Verbreitung bewährter Praktiken in diesem Bereich
  • nachhaltige Unterstützung von Organisationen, die Männer und Jungen unterstützen z.B. in den Bereichen
    • Beschäftigung, Bildung, psychische Gesundheit, Alkohol- und Glücksspielprobleme
    • Arbeit mit männlichen Tätern und männlichen Opfern häuslicher Gewalt
  • fokussierte Auseinandersetzung mit den zugrundeliegenden Bedingungen, die mit der höheren Sterblichkeit von Männern durch COVID-19 zusammenhängen und die für sich genommen einen signifikanten Einfluss auf die gesundheitliche Lage von Männern haben

Quelle: www.stiftung-maennergesundheit.de

LVG & AFS Niedersachsen: Mann, was geht?! Neues Onlineangebot für und mit Männern

Klassische Angebote der Gesundheitsförderung werden von Männern häufig als nicht adressatengerecht erlebt. Die digitale Lebenswelt eröffnet einen ersten alltagsnahen und anonymen Zugang zu Gesundheitsthemen. Onlineangebote zur Sensibilisierung für die (psychische) Gesundheit sind im deutschsprachigen Raum allerdings noch selten.

Dem will die Website www.mann-was-geht.de Abhilfe schaffen. Sie ist ein Ergebnis des gleichnamigen Kooperationsprojekts Mann, was geht?! der LVG & AFS, der Techniker Krankenkasse und der Universität Bielefeld.

Mann, was geht?! hält Tools für einen gesunden Lebensstil bereit, regt zur gesundheitsbezogenen Selbstreflexion an und möchte Geschlechterstereotype abbauen. Über interaktive Kanäle soll zudem der Austausch mit der Dialoggruppe und Expert*innen gefördert werden. Die Website richtet sich an Männer in unterschiedlichen Lebensphasen, die für sich selbst nach Informationen rund um Wohlbefinden, Gesundheit und Work-Life-Balance suchen; aber auch Gesundheitsprofis sind willkommen.

Health Professionals finden einen eigenen Bereich unter www.mann-was-geht.de/professionals/.

Wir freuen uns darüber, wenn Sie die Website über Ihre Verteiler, Netzwerke, Websites und Social Media-Plattformen streuen könnten und sind darüber hinaus auch für Feedback dankbar.

Veranstaltungshinweise:

Machen Sie interessierte Männer gerne auch auf unsere kostenfreien Online-Formate aufmerksam oder nehmen Sie gerne selbst teil. Sie finden die Online-Formate unter www.mann-was-geht.de/mwg-interaktiv.

Mann, was geht?! in den sozialen Medien:

Twitter: https://twitter.com/mwg_social

Instagram: www.instagram.com/mwg_social

YouTube: www.youtube.com/channel/UCkzUGU0kTzt8jfmrNn3kq7w

Viele Grüße
Martin Schumacher & Lennart Semmler

Aufruf zur Beteiligung an der Internationalen Männer-Gesundheitswoche 15. – 21.6.2020

Die Stiftung Männergesundheit hat einen abgestimmten Aktionsplan für die diesjährige internationale Männergesundheitswoche veröffentlicht und ruft zur breiten Beteiligung auf.

Die Inhalte sind international über ein Webinar der Global Action of Men´s Health (GAMH) am 22. April 2020 abgestimmt worden.

Wir würden uns freuen, wenn Sie Aspekte des Aktionsplans aufgreifen könnten, die auf die Bewältigung der Corona-Epidemie ausgerichtet sind. Über einen Rücklauf würden wir uns freuen. Sie können gern den Aktionsplan weiterreichen.

Der Vorstand der Stiftung Männergesundheit
Der Wissenschaftliche Beirat der Stiftung Männergesundheit
Der Förderverein der Stiftung Männergesundheit

Aktionsplan online

Prof. Dr. Martin Dinges: Corona ist nicht die Pest!

Für die Seiten der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat unser Netzwerkmitglied Martin Dinges aktuell einen erhellenden Artikel geschrieben:

Corona ist wirklich nicht die Pest!

Darin beschreibt er anschaulich, wie unser Umgang mit Epidemien von der kulturellen Erinnerung an die Pest geprägt ist, wo es gewisse Parallelen gibt – und wo auch nicht. Er beschreibt die Herausforderung, trotz unsicheren Wissens zu handeln, wenn es ernst wird, und wie historisch und gegenwärtig mit Angst und Unsicherheit umzugehen versucht wurde und wird. Nicht zuletzt weist er darauf hin, dass die existenziellen Auswirkungen von Epidemien unter prekären Lebensbedingungen und in weniger privilegierten Ländern immer viel größer sind.

Alles in allem ein sehr lesens- und bedenkenswerter Artikel, der auch etwas Ruhe, Nachdenklichkeit und Gelassenheit in die teils hitzige Corona-Debatte bringt.

Neuauflage „ajs-Kompaktwissen: Jungen und Sexualität“

Das achtseitige Faltblatt „ajs-Kompaktwissen: Jungen und Sexualität“ wurde komplett neu geschrieben und liefert aktuelle und wichtige Grundlagen zur Thematik. Es nimmt die sexuelle Gesundheit von Jungen in den Blick und geht auf deren psychosexuelle Entwicklung bis zur Pubertät ein. Vertiefend werden die Bereiche Medien und Sexualität, sexualisierte Gewalt gegen Jungen und sexuell grenzverletzendes Verhalten von Jungen aufgegriffen. Die Broschüre schließt mit Empfehlungen für die Praxis. Autor des ajs-Kompaktwissens ist Gunter Neubauer vom SOWIT in Tübingen.

Die Printversion ist bei der Aktion Jugendschutz Baden-Württemberg zu bestellen.

Eine Langfassung des Textes ist auf der SOWIT-Homepage zum Download eingestellt.

Basisqualifizierung: Jungen- und Männergesundheit verstehen, ansprechen und voranbringen | 28.02.2020

“It’s a Man’s World” ist der Titel eines alten Songs von James Brown, der schon in den 1960er Jahren Lebenswelten und Identitäten von Jungen und Männern genial interpretierte. Vielleicht sollte er zum Pflichthörprogramm für all diejenigen gemacht werden, die Präventions- und Gesundheitsförderungskonzepte für Jungen und Männer entwickeln, damit sie sich in die Konstruktionen von Männlichkeit(en) „eingrooven“ können. Der ermüdende Diskurs, der Jungen und Männer als schwer erreichbare Zielgruppen für Gesundheitsangebote aller Art stigmatisiert, blendet deren Selbstwahrnehmungen bisher nämlich völlig aus. Gleiches gilt auch für Präventionsangebote, die etwa hinsichtlich der Themenauswahl, der Art und dem Kontext der Bewerbung allzu oft nach einem Standard konzipiert werden, der Genderaspekte außen vor lässt. Die mangelnde Nutzung dieser Angebote durch Männer ist auch auf die geschlechterinsensible Ausgestaltung zurückzuführen, wobei Inanspruchnahme und Ausgestaltung selten in Bezug zu einander gesetzt werden. Die Überschätzung von (Informations-) Materialien ist dabei möglicherweise der größte und unterm Strich auch teuerste Irrweg in dem Versuch, Männer zu erreichen. Deshalb ist die Frage: Wie kann man oder frau in unterschiedlichen Arbeitsbereichen Gesundheit von Jungen und Männern zum Thema machen und ihre gesundheitlichen Ressourcen stärken? Teilnehmen können an der Basisqualifizierung Professionelle aus dem Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsbereich.

Hannover, 28. Februar 2020, 10.00 – 16.00 Uhr

Teilnahme und Programm: Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldeschluss ist der 21. Februar 2020. Zum Programm und zur Online-Anmeldung

Referent: Thomas Altgeld, Geschäftsführer der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V., Vorstand des Bundesforums Männer

Veranstaltungsort: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. | Prinzenstraße 1 | 30159 Hannover

HelpMen-Curriculum und -Broschüre erschienen

Unter dem Titel „HelpMen. Ein Ziel. Ein Weg. Ein Curriculum.“ sind die Ergebnisse des Erasmus+ Projekts HelpMen –  „Health Literacy Progress for Men in Europe“ / „Gesundheit als Thema der Grundbildung für Männer in Europa weiterentwickeln“ als gedrucktes Buch und PDF-Download erschienen.

Das HelpMen-Curriculum zur Männergesundheitsbildung unterstützt Fachkräfte darin, sich Männern und ihrer Gesundheit zuzuwenden. Männergesundheitsbildung braucht eine zielgruppenspezifische und -differenzierte Ausrichtung, um Männer in ihren Lebenszusammenhängen anzusprechen. Sie wendet sich besonders Jungen und Männern zu, die benachteiligt sind, die einen Grundbildungsbedarf haben und deren Lebenspraxis nicht (schon) gesundheitsförderlich geprägt ist oder dem Gesundheits-Mainstream entspricht.

Das HelpMen-Curriculum kann hier heruntergeladen werden. 

Eine Zusammenfassung der Projektergebnisse erschien als viersprachige (D, E, F, I) Broschüre „Männergesundheit bilden.“ Sie fasst Handlungsempfehlungen und Orientierungen für die gesundheitliche Grundbildung von Jungen und Männern zusammen und kann als programmatische Diskussionsgrundlage dienen.

Die Broschüre steht hier als PDF-Download bereit.

Neues Fachheft der BZgA: Gendergerechte Gesundheitsförderung für UMF

Als Band 23 der Reihe „Gesundheitsförderung Konkret“ dokumentiert das Fachheft „Jungen auf der Flucht. Gendergerechte Gesundheitsförderung für unbegleitete minderjährige männliche Geflüchtete“ einen Fachtag, der am 11. Oktober 2018 von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Köln unter Beteiligung von Netzwerkmitgliedern durchgeführt wurde.

Aus dem Inhalt:

Rainer Neutzling: In der Pubertät, allein und auf der Flucht – Jungenspezifische Erfahrungen. Ergebnisse einer Literaturrecherche und Expertenbefragung

Klaus Gerhards: (Gendergerechte) Psychologische Erstbegutachtung von unbegleiteten männlichen Flüchtlingen

Norbert Wittmann: Drogen- und Suchtprävention bei unbegleiteten männlichen Flüchtlingen

Veronika Müller-Bamouh: Trauma und Traumafolgen bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen – Vorstellung einer traumafokussierten Behandlungsmöglichkeit

Klaus Gerhards: Therapie von Trauma-Folgestörungen – Eine Übersicht

David Zimmermann und Stefan Schröder: Flucht als sequentielle Traumatisierung – Jungenspezifische Risikofaktoren, die Bedeutung pädagogischer Begleitung und Möglichkeiten der fachlichen Weiterbildung

Gunter Neubauer: Gesundheitsförderung mit geflüchteten Jungen im Jugendhilfekontext

 

Das UMF-Fachheft der BZgA steht hier zum Download, die Druckversion kann kostenfrei bestellt werden.

Netzwerktreffen 15.-17.11.2019 – aktualisiertes Programm

Liebe Netzwerker und Netzwerkerinnen,

wie bei fast jeder Tagung gibt es auch bei unserem Treffen diese Woche ein paar Veränderungen im Ablauf – zur Vorbereitung deshalb eine aktualisierte Version des Programms.

Netzwerktreffen Nürnberg 15.-17.11.19 Programm aktuell

Eine Herausforderung, aber dennoch sehr erfreulich ist die nochmals höhere Resonanz – aktuell rechnen wir mit etwas über 40 Teilnehmenden für die drei Tage.

Allen, die am Netzwerktreffen teilnehmen eine gute Anreise!

Matthias Becker und Gunter Neubauer