Start der Koalitionsverhandlungen: Da war noch was offen …

Durch eine Recherche des Blogs gesund.men zur Frage, welche Bedeutung die im Bundestag vertretenen Parteien der Lebenserwartungsdifferenz und insgesamt der Männergesundheit zumessen, sind wir im Frühjahr erneut auf eine erhebliche Lücke in der Programmatik von Bündnis 90 / Die Grünen aufmerksam geworden.

Zusammen mit der Stiftung Männergesundheit, dem Bundesforum Männer und weiteren Akteuren haben wir daraufhin an den Vorstand der Bundestagsfraktion und den Bundesvorstand von Bündnis 90 / Die Grünen geschrieben.

Die anonyme Antwort vom „Info-Service der Bundestagsfraktion“ war für uns in keiner Weise zufriedenstellend und hat einiges offen gelassen.

Vor dem Hintergrund der nun beginnenden Koalitionsverhandlungen soll daran noch einmal erinnert werden. Bei der Neuausrichtung der Bundesregierung und der Gesundheitspolitik in Deutschland wäre in diesem Zusammenhang auch dem Männergesundheitsmanifest eine angemessene Aufmerksamkeit zu wünschen. Ideen dazu gerne an die Unterzeichnerïnnen oder die Aktiven im Netzwerk.

Fachtag „Suizidprävention und Krisenberatung bei Jungen und Männern“ in Stuttgart am 26.10.21

Am Dienstag 26.10.21 (!) wird ein Fachtag „Suizidprävention und Krisenberatung bei Jungen und Männern“ insbesondere für Fachkräfte, die in der Beratungslandschaft tätig sind, angeboten. Er findet statt im Hospitalhof, Büchsenstr. 33 in Stuttgart von 10 Uhr bis 17 Uhr. Nach zwei einleitenden Fachinputs am Vormittag (Christoph Schwamm, Medizinhistoriker, Heidelberg und Björn Süfke, Männertherapeut und Autor, Bielefeld) kann am Nachmittag in themen- und vielfaltsorientierten Workshops gearbeitet, diskutiert und reflektiert werden. In Kleingruppen ist Gelegenheit, sich mit anderen Teilnehmer*innen und zu spezifischen Aspekten und Fragestellungen vertieft auszutauschen und Erfahrungen zu teilen. Den Abschluss bilden ein Beispiel guter Praxis (FRANS – Frankfurter Netzwerk für Suizidprävention) und ein Podiumsgespräch.

Veranstalterin: Landeshauptstadt Stuttgart, Abteilung für individuelle Chancengleichheit von Frauen und Männern in Kooperation mit dem Netzwerk Männerberatung Stuttgart und dem Kompetenzzentrum Jungen- und Männergesundheit Baden-Württemberg.

Das Projekt „Männerbezogene Suizidprävention“ wird unterstützt durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.

Eine Anmeldung zum Fachtag kann über folgende Mailadresse erfolgen: poststelle.ob-icg-fachtagung@stuttgart.de

Abschlussveranstaltung des Modellprojekts Mann, was geht?!

Im Kooperationsprojekt zur Förderung der psychischen Gesundheit und des Wohlbefindens von Männern Mann, was geht?! der Techniker Krankenkasse, der Universität Bielefeld und der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. wurden Zugänge und Erfolgsfaktoren exploriert, um die psychische Gesundheit von Männern in unterschiedlichen Lebensphasen und Lebenswelten zu stärken. Darüber hinaus wurden Risikofaktoren und Barrieren untersucht, die eine Implementierung männergerechter Maßnahmen in die Praxis erschweren.

Wie erleben psychisch belastete Männer ihren (beruflichen) Alltag und wie gehen sie mit diesen Belastungen um? Auf welche Kraftquellen greifen sie zurück? Was bedeutet das für die (digitale) Ansprache und Sensibilisierung männlicher Beschäftigter? Worauf sollten Betriebe im Planungs- und Umsetzungsprozess männergerechter Maßnahmen achten? Die Ergebnisse des Kooperationsprojekts sollen auf der digitalen Abschlusstagung reflektiert und diskutiert werden.

Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte des Gesundheitswesens, Akteur*innen des betrieblichen Personal- und Gesundheitsmanagements sowie Multiplikator*innen aus der Männerarbeit.

Datum: Mittwoch, 27. Oktober 2021

Uhrzeit: 14:00 – 16:15 Uhr

Wo: Virtuell über den Anbieter Zoom

Infos + Anmeldung (kostenfrei): https://www.mann-was-geht.de/bgm-fuer-maenner-konkret/

Der Nächste bitte – soziale Impulse zur Männergesundheit. Fachtag 05.10.21

Digitaler Fachtag des SKM Köln und der KatHo Köln zur Männergesundheit

5. Oktober 2021 10:00 – 15:00 Uhr, Online

https://www.s-inn.net/veranstaltungen/maennergesundheit

  • Mehr Besuche beim Urologen allein machen Männer noch nicht gesund – Männergesundheit im Alltag
    Thomas Altgeld: Dipl.-Psychologe, Geschäftsführer der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V.
  • Männerberatung macht nicht glücklich …   aber gesund
    Björn Süfke: Dipl.-Psychologe, Männertherapeut und -berater, Autor
  • Wege aus der Gefahr in die Sicherheit – Zur Bedeutung von Akutschutzplätzen
    Diane Jägers: Juristin, Abteilungsleiterin Gleichstellung des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau, Gleichstellung des Landes NRW
  • Male Depression – Vom Helden zum Loser und dann?“
    Prof. Dr. Michael Klein: Klinischer Psychologe, psychologischer Psychotherapeut und Supervisor 
  • Beitrag eines Krankenkassenvertreters über Kosten von Depressionen/Burnout bei Männern.
    Tim Hollmann, Leiter Geschäftsbereich Versorgungsmanagement, und Isabel Schneider, Betriebliche Gesundheitsmanagerin, Krankenkasse IKK
  • Männerarbeit in Unternehmen
    Dr. Richard Schneebauer: Soziologe, Männerberater, Autor, Dozent
    MÄNNAGMENT

Vortrag: Gesund und produktiv bleiben trotz Trennungsstreit um Kinder. Worauf es ankommt und was im Wege stehen kann.

Trennung ist der Endpunkt einer Beziehungskrise mit enttäuschten, weil nicht kommunizierten Erwartungen. Wut über das Ende paaren sich mit Angst um den Verlust der Kinder. Männer erleben sich in solchen Situationen nicht selten als benachteiligt und hilflos. Mitunter geraten sie in reflexartige Verhaltensmuster, welche die Eskalation und die psychische Belastung weiter verstärken. Auch während der Arbeitszeit gelingt es ihnen kaum, die Krise auszublenden. Fokussiert auf den Konflikt, werden Lösungsoptionen nicht erkannt. Im Betrieblichen Gesundheitsmanagement sind solche Krisen schwer zu adressieren, da sie meist verborgen bleiben. Dabei kann es für den Erhalt der psychischen Gesundheit von Männern und Vätern wichtig sein, frühzeitig Lösungen wie Beratung, Mediation oder Coaching aufzuzeigen.

Jan Hüfner ist zertifizierter Mediator, systemischer Berater und Coach. Er arbeitet mit Trennungseltern und vertritt seit vielen Jahren als Verfahrensbeistand die Interessen von Kindern vor Gericht streitender Eltern. Er hinterfragt die gegebenen Rahmenbedingungen und diskutiert zugleich die spezifischen Herausforderungen und Chancen von berufstätigen Trennungseltern/-vätern vor dem Hintergrund des kulturellen Wandels in Familie und Arbeitswelt.

Datum: Montag, 25. Oktober 2021

Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr

Wo: Virtuell über den Anbieter Zoom

Infos + Anmeldung (kostenfrei): https://www.mann-was-geht.de/bgm-fuer-maenner-im-dialog

Deutschland braucht eine Männergesundheitsstrategie!

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in ihrer ersten Strategie zur Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Männern in der Europäischen Region 2018 klar benannt, dass effektive männergerechte Gesundheitsförderung auf Stärken und positiven Bildern von Männern aufbauen sollte. Die WHO fordert zur Verbesserung der Gesundheit von Männern und Jungen die Entwicklung nationaler Männergesundheitspolitiken und -strategien.

In Deutschland hat man diese Forderung bislang ignoriert. Das bundesweite Netzwerk Jungen- und Männergesundheit, die Stiftung Männergesundheit und das Bundesforum Männer – Interessenverband für Jungen, Männer und Väter haben daher mit einem Auftakt-Workshop am 13. April 2021 die Initiative dafür ergriffen, Ansatzpunkte für eine deutsche Männergesundheitsstrategie zu entwickeln.

Der Workshop und die Erörterung der Ergebnisse in den drei Initiativ-Organisationen und mit Expert*innen unterschiedlicher Handlungsfelder mündeten in die Formulierung eines Männergesundheitsmanifests. In kompakter Form wird im Manifest aufgezeigt

  • welche Prioritäten es im Gesundheitswesen und in der Gesundheitspolitik bei der Förderung der Gesundheit von Jungen und Männern zu setzen gilt
  • wie Jungen, Männer und die Gesellschaft von einer systematisch geschlechtergerechten Gesundheitsförderung profitieren können und
  • welche Maßnahmen konkret zu treffen sind.

Das Manifest versteht sich als Auftrag an den Deutschen Bundestag und an die Bundesregierung. Die aktuell vorliegenden Wahlprogramme lassen Aussagen zur Förderung der Gesundheit von Jungen und Männern leider vermissen. Es ist daher an der Zeit, das Thema Männergesundheit auf die politische Agenda zu setzen! Das Netzwerk Jungen- und Männergesundheit lädt dazu ein, das Männergesundheitsmanifest zu unterstützen und zu verbreiten.

Download: Männergesundheitsmanifest (September 2021)

Was kann ich als Mann im Alltag für meine Gesundheit tun?

Männergesundheit ist oft voller Mythen und Vorannahmen, viele davon wirken nicht gerade motivierend oder sind in der Praxis nur schwer umzusetzen.

Bei Mann, was geht?! werden Romeo Bissuti und Ata Kaynar vom MEN Männergesundheitszentrum in Wien einerseits lebenspraktische Problemzonen der Männergesundheit vorstellen und andererseits konkrete Tipps geben, was man(n) für seine Gesundheit tun kann.

Was kann ich als Mann im Alltag für meine Gesundheit tun?

Interaktives Zoom-Meeting mit Romeo Bissuti und Ata Kaynar

Datum: Dienstag, 28. September 2021

Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr
Wo: Virtuell über den Anbieter Zoom

Infos + Anmeldung: https://www.mann-was-geht.de/mwg-interaktiv

Tagung „Gesundheitsinformation für Männer und Väter im Internet“ – Bozen 14.09.21

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir laden Sie zu einem Austausch im Rahmen unserer Tagung des ERASMUS+ Projekts „Gesundheitsinformation für Männer und Väter im Internet – Wie fördern wir Männergesundheit mit digitalen Medienangeboten?“

Die Projektpartner:

• DMÖ – Dachverband Männerarbeit Österreich (AT)
• SOWIT – Sozialwissenschaftliches Institut Tübingen (DE)
• Apa Akadémia – Szentendre, Pest (HU)
• Väter aktiv – Meran_o (IT)

Männer stellen ihre gesundheitliche Selbstsorge viel weniger in den Fokus als Frauen, sie leben risikoreicher, sie ernähren sich ungesünder und sie sind einem höheren Suizidrisiko ausgesetzt. Sie helfen sich bei auftretenden Problemen zuerst einmal selbst und holen sich die Gesundheitsinformationen im Internet. Männer wollen / müssen fit sein, sich optimieren um im Job zu bestehen und im Freundeskreis anerkannt zu werden. Daher wollen wir uns nicht nur mit den Akteuren aus dem öffentlichen Gesundheitswesen und der Männer-, Väter- und Burschenarbeit, sondern auch mit jenen aus der Wirtschaft, dem Sport und Fitness sowie EDV Bereich austauschen.

Gentili signore e signori,

Vi invitiamo ad un confronto in occasione della riunione del progetto ERASMUS+ „L’informazione sulla salute per uomini e padri su internet – Come promuovere la salute degli uomini attraverso le offerte dei media digitali?“

I partner del progetto:

• DMÖ – Dachverband Männerarbeit Österreich (AT)
• SOWIT – Sozialwissenschaftliches Institut Tübingen (DE)
• Apa Akadémia – Szentendre, Pest (HU)
• Väter aktiv – Meran_o (IT)

Gli uomini si dedicano molto meno delle donne alla cura della propria salute, vivono una vita più rischiosa, mangiano in modo meno sano e sono maggiormente esposti al rischio di suicidio. Cercano di risolvere i problemi in autonomia quando insorgono, e reperiscono su internet le informazioni riguardo alla salute. D’altra parte gli uomini desiderano/hanno bisogno di essere in forma, di ottimizzarsi per avere successo sul lavoro e per ottenere riconoscinento da parte dei loro amici. Per questi motivi vogliamo avviare uno scambio di idee non solo con personalità della salute pubblica e di lavori svolti da uomini, ma anche con attori del business, dello sport e del fitness, così come dell’EDP.

Freundliche Grüße / Cordiali saluti – Für das Projektteam / Per il team di progetto

Michael Bockhorni
Amministratore delegato / Geschäftsführer

väter aktiv SozGen ONLUS coopsoc
Rennstallweg 7 via scuderia
39012 Meran_o
389 19 300 32
info@vaeter-aktiv.it
www.vaeter-aktiv.it
www.facebook.com/VaeterAktiv

Weitere Informationen und Tagungsprogrammm / Informazioni e programma della conferenza

Vortrag „Männer trauern anders“ zum Welttag der Suizidprävention 10.09.21

Online-Vortrag und Gespräch am Freitag, 10. September 2021, 15.00 – 17.00 Uhr

Mannsein und Männlichkeit zeigen sich auch in der Trauer, im Umgang mit Verlusten und bei ihrer Bewältigung. Dennoch ist die Trauer der Männer ein Themengebiet, das kaum besprochen und bearbeitet wird. Wenn Männer trauern wirken im Hintergrund männliche Biografien, Lebenserfahrungen und Lebenskonzepte, aber auch spezifisch männliche Ängste und Wünsche. Dies zu erschließen ist wichtig, um Männern in der Trauersituation angemessen begegnen und sie gut begleiten zu können. Dabei geht es auch um eine Auseinandersetzung mit sozialer Isolation, Depression und oft auch mit drohender Suizidgefahr.

Vortrag: Dr. Martin Kreuels, Münster – Biologe, Trauerexperte, Postmortemfotograf, Leiter von Selbsthilfegruppen für Männer in Trauerphasen und Krisen, Buchautor („Männer trauern anders“, „Männer im Abschied“, „Männer in Todesnähe“)

Moderation: Gunter Neubauer, SOWIT Tübingen, Kompetenzzentrum Jungen- und Männergesundheit Baden-Württemberg (KOMM-BW)                                                                                                                                        

Das Projekt „Männerbezogene Suizidprävention“ wird unterstützt durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.

Die Veranstaltung wird ausgerichtet in Zusammenarbeit von

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Fachbereich Gesellschafts- und Sozialpolitik

Landeshauptstadt Stuttgart, Abteilung für Chancengleichheit und Diversity mit dem Themenschwerpunkt gleichstellungsorientierte Männerpolitik

Kompetenzzentrum Jungen- und Männergesundheit Baden-Württemberg (KOMM-BW)

Die Online-Veranstaltung ist kostenfrei. Wir bitten um Ihre Anmeldung unter koenig@akademie-rs.de bis Donnerstag, 9. September 2021. Sie erhalten am Freitag, den 10. September 2021 am Vormittag den Zugangslink für das Zoom-Meeting zugesandt.